Ein Programm der
Walter Blüchert Stiftung

gemeinsam mit der
Prof. Otto Beisheim Stiftung

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Kommunikation | Silke Hanheide

25 Juni 2014

was geht! startet mit 94 Realschülerinnen und -schülern

108 Bewerbungen waren für das Gütersloher Realschul-Programm was geht! eingegangen. 94 Realschülerinnen und -schüler qualifizierten sich für das Pilotprojekt der Walter Blüchert Stiftung. Vier von ihnen beantworteten beim Pressegespräch mit Gunter Thielen und Bürgermeisterin Maria Unger die Fragen der Journalisten: v.l. Celina Sümer, Sarah Güngör, Adrian Daniel Przyborski und Luca-Noel Außendorf.

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24 Juni 2014

Mentoren helfen Gütersloher Realschülern bei was geht!

Gütersloh, 26. Juni 2014. – Schlechte Noten, unzureichende Deutschkenntnisse, kein Schulabschluss: Domenico Fava gehörte damals zu den Schülern, die keine Chance auf einen Ausbildungsplatz hatten. Allen Prognosen zum Trotz hat er es dennoch geschafft. Heute ist er Friseurmeister, leitet einen Betrieb mit  fünf Mitarbeitern und lernt gleich zwei Azubis an. Wie ist so etwas möglich?

Domenico Fava hatte einen Mentor, einen Menschen, der an ihn glaubte, der ihm half, sich für ihn einsetzte, ihn begleitete und mit Rat und Tat unterstützte: Klaus Waldschmidt, Gründer des Solidaritätsfonds im ostwestfälischen Bad Oeynhausen. Bis zu seinem Ruhestand hatte der heute 76-Jährige als Marketingfachmann für große Firmen gearbeitet – Erfahrungen, von denen er in seinem Ehrenamt profitiert. Zusammen mit seinen Mitstreitern hat er der Jugendarbeitslosigkeit den Kampf angesagt. Dafür sammelt er Gelder, spricht Betriebe an, macht den jungen Menschen Mut und fördert sie. „80 Prozent unserer Jugendlichen beenden ihre dreijährige Ausbildung“, sagt Waldschmidt. Etwa die Hälfte werde von den Lehrfirmen anschließend weiter beschäftigt – zahle dann selbst Steuern und Sozialabgaben: „Sie geben der Gesellschaft ein Vielfaches zurück“.

 

Perspektiven schaffen – Barrieren überwinden

Klaus Waldschmidt ist ein Musterbeispiel für gelungenes gesellschaftliches Engagement. Er zeigt vorbildlich, wie sich mit Einsatz, Durchsetzungskraft, Erfahrung und Vertrauen in die Jugendlichen neue Perspektiven für die Zukunft schaffen lassen. Er hilft, Barrieren in den Köpfen der Menschen zu überwinden und Potenziale zu entdecken – sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Verantwortlichen in der Schule und in den Lernbetrieben. Er löst Probleme unserer Gesellschaft – und zwar ehrenamtlich. Lassen wir uns von diesem Vorbild inspirieren!

Unsere Gesellschaft braucht mehr Mentoren und Vorbilder wie Klaus Waldschmidt! Menschen wie er leisten freiwillig und ohne Entgelt unschätzbare Dienste – sowohl für all die jungen Menschen, denen er hilft, als auch für unser soziales Zusammenleben.

 

Mentoren begleiten Ausbildungsweg

Auch wir in der Walter Blüchert Stiftung konnten von Klaus Waldschmidts Erfahrungen profitieren. Wir haben uns mit ihm über unser neues Pilotprojekt was geht! ausgetauscht, das Gütersloher Realschülerinnen und -schüler fit macht für eine Ausbildung oder den Besuch eines Gymnasiums.

Mit Hilfe von ehrenamtlichen Mentoren, professionellen Trainern und Kooperationspartner in Unternehmen wollen wir die Jugendlichen bereits in der Schule fördern. Wir unterstützen sie dabei, sich über ihre berufliche Zukunft Gedanken zu machen. Wir begleiten sie in dem Umbruchprozess, fördern ihr Selbstbewusstsein, zeigen ihnen Wege auf und ermutigen sie, Perspektiven und Ziele für ihr Leben zu entwickeln.

Zehn Mentoren konnten wir gewinnen – insgesamt 108 Schülerinnen und Schüler haben sich inzwischen für die Aufnahme in das Projekt was geht! beworben. Im September startet das Programm an allen drei Realschulen in Gütersloh.

Und wir wünschen uns, dass sich auch in andern Städten Nordrhein-Westfalens Partner finden, die unsere Erfahrungen und das Konzept von was geht! nutzen möchten.

 

17 Millionen im Ehrenamt – Potenzial bei Älteren

Nach aktuellen Studien engagieren sich in Deutschland derzeit mehr als 17 Millionen Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich. Diese Zahl könnte in Zukunft sogar noch steigen, wenn es gelingt, die Potenziale ältere Menschen verstärkt zu nutzen. Gerade sie sind als Mentoren wertvolle Ratgeber, wenn sie ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung weitergeben.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür werben, dass sich noch viel mehr Menschen als Mentoren ehrenamtlich für unsere Gesellschaft einsetzen – ob in Stiftungen, gemeinnützigen Organisationen oder Vereinen. Ohne ihre Hilfe, ihren Rat und ihren Zuspruch werden es zahlreiche ausgegrenzte Jugendliche, Alleinerziehende oder ältere Menschen nicht schaffen, gesellschaftliche Barrieren zu überwinden, selbstbewusst Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln und aktiv an unserer Gesellschaft teilzuhaben.

Die Walter Blüchert Stiftung bedankt sich bei den zahlreichen Unterstützern und Ehrenamtlichen, die sie für ihre Projekte gewinnen konnte. Wir teilen gern unsere Erfahrungen mit anderen. Rufen Sie uns an!

 

Ihr

Gunter Thielen

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