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Walter Blüchert Stiftung

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24 Juni 2014

Mentoren helfen Gütersloher Realschülern bei was geht!

Gütersloh, 26. Juni 2014. – Schlechte Noten, unzureichende Deutschkenntnisse, kein Schulabschluss: Domenico Fava gehörte damals zu den Schülern, die keine Chance auf einen Ausbildungsplatz hatten. Allen Prognosen zum Trotz hat er es dennoch geschafft. Heute ist er Friseurmeister, leitet einen Betrieb mit  fünf Mitarbeitern und lernt gleich zwei Azubis an. Wie ist so etwas möglich?

Domenico Fava hatte einen Mentor, einen Menschen, der an ihn glaubte, der ihm half, sich für ihn einsetzte, ihn begleitete und mit Rat und Tat unterstützte: Klaus Waldschmidt, Gründer des Solidaritätsfonds im ostwestfälischen Bad Oeynhausen. Bis zu seinem Ruhestand hatte der heute 76-Jährige als Marketingfachmann für große Firmen gearbeitet – Erfahrungen, von denen er in seinem Ehrenamt profitiert. Zusammen mit seinen Mitstreitern hat er der Jugendarbeitslosigkeit den Kampf angesagt. Dafür sammelt er Gelder, spricht Betriebe an, macht den jungen Menschen Mut und fördert sie. „80 Prozent unserer Jugendlichen beenden ihre dreijährige Ausbildung“, sagt Waldschmidt. Etwa die Hälfte werde von den Lehrfirmen anschließend weiter beschäftigt – zahle dann selbst Steuern und Sozialabgaben: „Sie geben der Gesellschaft ein Vielfaches zurück“.

 

Perspektiven schaffen – Barrieren überwinden

Klaus Waldschmidt ist ein Musterbeispiel für gelungenes gesellschaftliches Engagement. Er zeigt vorbildlich, wie sich mit Einsatz, Durchsetzungskraft, Erfahrung und Vertrauen in die Jugendlichen neue Perspektiven für die Zukunft schaffen lassen. Er hilft, Barrieren in den Köpfen der Menschen zu überwinden und Potenziale zu entdecken – sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Verantwortlichen in der Schule und in den Lernbetrieben. Er löst Probleme unserer Gesellschaft – und zwar ehrenamtlich. Lassen wir uns von diesem Vorbild inspirieren!

Unsere Gesellschaft braucht mehr Mentoren und Vorbilder wie Klaus Waldschmidt! Menschen wie er leisten freiwillig und ohne Entgelt unschätzbare Dienste – sowohl für all die jungen Menschen, denen er hilft, als auch für unser soziales Zusammenleben.

 

Mentoren begleiten Ausbildungsweg

Auch wir in der Walter Blüchert Stiftung konnten von Klaus Waldschmidts Erfahrungen profitieren. Wir haben uns mit ihm über unser neues Pilotprojekt was geht! ausgetauscht, das Gütersloher Realschülerinnen und -schüler fit macht für eine Ausbildung oder den Besuch eines Gymnasiums.

Mit Hilfe von ehrenamtlichen Mentoren, professionellen Trainern und Kooperationspartner in Unternehmen wollen wir die Jugendlichen bereits in der Schule fördern. Wir unterstützen sie dabei, sich über ihre berufliche Zukunft Gedanken zu machen. Wir begleiten sie in dem Umbruchprozess, fördern ihr Selbstbewusstsein, zeigen ihnen Wege auf und ermutigen sie, Perspektiven und Ziele für ihr Leben zu entwickeln.

Zehn Mentoren konnten wir gewinnen – insgesamt 108 Schülerinnen und Schüler haben sich inzwischen für die Aufnahme in das Projekt was geht! beworben. Im September startet das Programm an allen drei Realschulen in Gütersloh.

Und wir wünschen uns, dass sich auch in andern Städten Nordrhein-Westfalens Partner finden, die unsere Erfahrungen und das Konzept von was geht! nutzen möchten.

 

17 Millionen im Ehrenamt – Potenzial bei Älteren

Nach aktuellen Studien engagieren sich in Deutschland derzeit mehr als 17 Millionen Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich. Diese Zahl könnte in Zukunft sogar noch steigen, wenn es gelingt, die Potenziale ältere Menschen verstärkt zu nutzen. Gerade sie sind als Mentoren wertvolle Ratgeber, wenn sie ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung weitergeben.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür werben, dass sich noch viel mehr Menschen als Mentoren ehrenamtlich für unsere Gesellschaft einsetzen – ob in Stiftungen, gemeinnützigen Organisationen oder Vereinen. Ohne ihre Hilfe, ihren Rat und ihren Zuspruch werden es zahlreiche ausgegrenzte Jugendliche, Alleinerziehende oder ältere Menschen nicht schaffen, gesellschaftliche Barrieren zu überwinden, selbstbewusst Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln und aktiv an unserer Gesellschaft teilzuhaben.

Die Walter Blüchert Stiftung bedankt sich bei den zahlreichen Unterstützern und Ehrenamtlichen, die sie für ihre Projekte gewinnen konnte. Wir teilen gern unsere Erfahrungen mit anderen. Rufen Sie uns an!

 

Ihr

Gunter Thielen

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28 März 2014

was geht! ist am Start

Gütersloh, 28.3.2014. - Vor gut einem Jahr hat die Walter Blüchert Stiftung ihre operative Arbeit aufgenommen,  um Einzelnen mehr Teilhabe und Erfolg zu ermöglichen - und dadurch auch nachhaltige gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Unter dem Motto "Barrieren überwinden - Hilfe die ankommt"  hat die Stiftung inzwischen sechs  Programme aufgesetzt, die Jugendlichen und Erwachsenen helfen sollen, ihr Leben auch ohne effektive Unterstützungssysteme in Familie und Umfeld  besser zu meistern. "Wir haben in dieser kurzen Zeit schon einiges erreicht", sagt der Vorstandsvorsitzende Professor Dr. Gunter Thielen, "aber das ist erst der Anfang." 

 

was geht! will Realschüler für Ausbildung oder Gymnasium fit machen

Grundsatz der Walter Blüchert Stiftung ist es, wissenschaftlich erprobte und bewährte Programme gemeinsam mit erfahrenen Partnern weiter zu entwickeln und zu verbreiten.

was geht! wurde von der Walter Blüchert Stiftung speziell für Realschülerinnen und Realschüler auf mittlerem Notenniveau konzipiert. Das Programm wird in Gütersloh pilotiert und 2014 erstmals in Zusammenarbeit mit der der Bezirksregierung Detmold und der Stadt Gütersloh umgesetzt.

Dabei sollen ehrenamtliche Mentoren zunächst rund 90 Jugendliche über drei Jahre hinweg von der 9. Klasse bis in die erste Gymnasial- oder Ausbildungszeit begleiten.

"Aktuell bricht fast ein Viertel der Jugendlichen ihre Ausbildung ab",  sagt Thielen. "Ich bin überzeugt davon, dass wir Jugendlichen wie diesen durch was geht! nachhaltig helfen können, dabei zu bleiben und in ein erfolgreiches Berufsleben zu starten." 

 

Nachhaltige Wirkung

Erst im Februar hatte die Walter Blüchert Stiftung als erstes eigenes Programm wir2 gelauncht, ein Bindungstraining für Alleinerziehende  (wir2-bindungstraining.de). Es wurde unter der Leitung des Präventionsexperten Professor Dr. Matthias Franz  an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf entwickelt und soll nun über seine aktuell 50 Standorte hinaus bundesweit ausgerollt werden. 

"Wir können uns in verschiedensten Projekten und Programmen engagieren,  weil wir nach unternehmerischen Grundsätzen handeln", betont Thielen. "Unsere Projekte und Programme wirken nachhaltig und effizient. Gleichzeitig halten wir die Kosten trotz hoher Wirksamkeit und Präsenz gering." 

 

Walter Blüchert Stiftung als Marke etabliert

Dabei setzt die Walter Blüchert Stiftung auch beim Thema Präsenz neue Maßstäbe. Die einzelnen Programme treten als Submarken unter der Dachmarke Walter Blüchert Stiftung auf - mit einem wiedererkennbaren Markenzeichen: Das markante X mit zwei Pfeilen symbolisiert das Stiftungsziel "Barrieren überwinden  - Hilfe, die ankommt". 

Wie bei den Webseiten der Walter Blüchert Stiftung und des Programms wir2 findet es sich auch bei dem neuen Programm was geht! auf der Homepage wieder (www.schule-was-geht.de). "Wir wollen  damit als wiedererkennbare Programmfamilie in der Öffentlichkeit und bei Kooperationspartnern und Förderern auftreten", sagt Thielen.

 

Erfolgreich Barrieren überwinden

Im letzten Jahr hat die Walter Blüchert Stiftung ihre aktive Arbeit mit vier Förderprojekten begonnen, die sich für Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichsten Bereichen einsetzen.  

"Balu und Du" ist ein Mentorenprogramm für Grundschüler. Die "SchlaU-Schule" verhilft unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zu einem Hauptschulabschluss. "Zeig, was Du kannst" unterstützt Hauptschüler beim Übergang zu Ausbildung oder weiterführende Schule. Im Justus Delbrück Haus von KARUNA e.V. können Straßenkinder in Workshops mehr Selbstwirksamkeit erfahren und ihr Selbstbewusstsein stärken.  

Insgesamt konnte die Walter Blüchert Stiftung so schon allein in ihrem ersten Jahr über 1000 Kindern und Jugendlichen direkt helfen.

"Unser Land und unsere Wirtschaft brauchen das Potenzial, dass sich in all diesen Kindern und Jugendlichen verbirgt", sagt Thielen. "Die Walter Blüchert Stiftung wird deshalb auch im nächsten Jahr nach entwicklungswürdigen Konzepten Ausschau halten, die dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche dieses Potenzial für sich und für unsere Gesellschaft realisieren - und dadurch ein erfüllteres und zufriedeneres Leben führen können."

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