Ein Programm der
Walter Blüchert Stiftung

gemeinsam mit der
Prof. Otto Beisheim Stiftung

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27 Juni 2014

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26 Juni 2014

Mit dem Realschulabschluss fit für die Zukunft

Gütersloh, 26.06.2014. – Jedes Jahr bleiben ca. 70 000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Bis zu einem Viertel aller Ausbildungsverträge werden vorzeitig gelöst. Barrieren für eine erfolgreiche Erwerbsbiografie sind oft die unklaren Berufsvorstellungen der Jugendlichen – mehr als die Hälfte der Unternehmer (53 %) beklagen dieses.

Mit ihrem neuen Programm was geht! will die Walter Blüchert Stiftung dieser Entwicklung gegensteuern: Das Gütersloher Pilotprojekt will Realschülerinnen und -schüler fit machen für eine Ausbildung oder den Besuch eines Gymnasiums. „Wir möchten verhindern, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland wertvolles Potenzial verliert – Fachkräfte, die unsere Gesellschaft dringend benötigt“, sagt Prof. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Walter Blüchert Stiftung. „Und wir machen immer wieder die Erfahrung, dass die Jugendlichen in dem Prozess, den wir begleiten, letztendlich selbst herausfinden, was in ihnen steckt.“

Die Gütersloher Bürgermeisterin Maria Unger weiß das Engagement der Stiftung zu schätzen: „Mit dieser Initiative erreichen wir erstmals die Schülerinnen und Schüler unserer Realschulen“, sagt sie. „Es freut uns sehr, dass Gütersloh einmal mehr Vorreiter ist – für Nordrhein-Westfalen und bundesweit.“

 

Schulleiter: neue Räume für die Zukunft erschließen

Die Schulleiter der Gütersloher Realschulen sind sich einig „Wir sind dankbar für die Kooperation mit der Walter Blüchert Stiftung. Das gemeinsame Projekt was geht! stärkt unsere Schülerinnen und Schüler und bietet ihnen eine  hervorragende Unterstützung, um sich für die Zukunft neue Räume zu erschließen“.

Das neue Realschul-Programm fördert mit Hilfe von Mentoren, Coaches und betrieblichen Kooperationspartner die Jugendlichen ab der 9. Klasse und unterstützt sie dabei, sich über ihre berufliche Zukunft Gedanken zu machen.

 

Begleitet und beraten von erfahrene Mentoren

Auch Ludger Theilmeier und Manfred Brune vom Vorstand der Organisation bja „Bürger für Jugend und Ausbildung e.V.“ in Gütersloh machen als Mentoren mit. „Unser Grundanliegen ist es, junge Menschen beim Übergang von der Schule in das Berufsleben zu unterstützen – unter dem Motto ‚Chancen für jeden, der will‘“, erläutern sie in ihrem Statement. „Wir engagieren uns deshalb im Programm was geht! der Walter Blüchert Stiftung, weil nicht nur das Ziel stimmt, sondern auch der Rahmen: Im Projekt können wir als Mentoren unsere ganze Erfahrung als Begleiter und Berater von Schülerinnen und Schülern einbringen!“

Mehr als 100 Bewerbungen gingen bei der Walter Blüchert Stiftung ein. Im September startet das Programm mit 93 Schülerinnen und Schülern an allen drei Gütersloher Realschulen. Thielens Wunsch: „Dass sich auch in andern Städten Nordrhein-Westfalens Partner finden, die unsere Erfahrungen und das Konzept von was geht! nutzen möchten“.

 

Klaus Waldschmidt vom Solidaritätsfonds – ein Vorbild

In der Vorbereitungsphase der Projektarbeit hat sich Thielen mit einem erfahrenen Fachmann in Sachen „Ausbildungsfähigkeit“ ausgetauscht, der sich seit Jahren ehrenamtlich für Jugendliche ohne Schulabschluss engagiert: Klaus Waldschmidt, 76 Jahre, Marketingexperte und Gründer des Solidaritätsfonds im ostwestfälischen Bad Oeynhausen. Für Thielen ist Waldschmidt „ein Musterbeispiel für gelungenes gesellschaftliches Engagement. Er zeigt vorbildlich, wie sich mit Einsatz, Durchsetzungskraft und Vertrauen in die Jugendlichen neue Zukunftsperspektiven schaffen lassen.“

Neben dem Realschulprojekt was geht! hilft die Walter Blüchert Stiftung mit zwei weiteren Projekten Jugendlichen dabei, die Barrieren beim Übergang von der Schule in den Beruf zu überwinden: Bei „Zeig, was Du kannst!“ werden Hauptschüler vor und nach dem Schulabschluss unterstützt, und in der Münchener SchlaU-Schule erhalten 150 zumeist minderjährige unbegleitete Flüchtlinge schulanalogen Unterricht.

 

Die Walter Blüchert Stiftung hat den Auftrag, Menschen in Not schnelle und direkte Hilfe zukommen zu lassen.  Gemeinsam mit erfahrenen Partnern unterstützt die Stiftung bewährte Programme und Projekte, die Menschen helfen, Krisen zu meistern, ihr Potenzial zu entwickeln und Barrieren zu überwinden. Durch kluges Fördern, Weiterentwickeln und Verbreiten ausgewählter Modellprojekte möchte die Walter Blüchert Stiftung dazu beitragen, diese Barrieren auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zu überwinden. Damit möchte die Stiftung wegweisend aufzeigen, dass sich aus dem Überwinden von Barrieren sowohl Teilhabe und Erfolg für den Einzelnen als auch ein nachhaltiger Nutzen für die Gesellschaft entwickeln kann.
Die Walter Blüchert Stiftung ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Hamburg. Verwaltungssitz ist Gütersloh. Vorstand: Prof. Dr. Gunter Thielen (Vorsitz), Ingrid Kramer. Stiftungsrat: Dr. Reto Mengiardi, Chur/Schweiz.


Kontakt: Dr. Ulrike Naim, Tel. 0152-31066167; E-Mail: u.naim@remove-this.live.de

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